RU-Jahrestagung 2026 in Detmold
Friedenspädagogik und religiöse Bildung - Lernen in Zeiten von Konflikt, Verunsicherung und gesellschaftlicher Polarisierung
„Warum gibt es Krieg?“ – „Was antworte ich auf antisemitische Aussagen?“ – „Wie gehe ich mit Konflikten zwischen Schülerinnen und Schülern um?“ – „Wie kann interreligiöser Dialog im Unterricht gelingen?“
Solche Fragen gehören längst zum Schulalltag. Kriege und Krisen, gesellschaftliche Polarisierung, Antisemitismus und Rassismus sowie religiöse und kulturelle Vielfalt begegnen Lehrkräften nicht nur in den Nachrichten, sondern ganz konkret im Klassenzimmer.
Der RU-Tag 2026 lädt Religionslehrkräfte ein, gemeinsam darüber nachzudenken, wie Kinder und Jugendliche darin gestärkt werden können, Konflikte auszuhalten, friedlich miteinander zu streiten und Verantwortung für ein gelingendes Zusammenleben zu übernehmen.
Dabei geht es auch um die Frage, welchen Beitrag religiöse Bildung zur Friedensfähigkeit leisten kann. Der evangelische Religionsunterricht eröffnet dafür besondere Möglichkeiten: Er bietet Raum, religiöse Vielfalt wahrzunehmen, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen, über eigene Überzeugungen ins Gespräch zu kommen und den Umgang mit Religion einzuüben.
Prof. Dr. Elisabeth Naurath setzt mit ihrer Keynote einen fachlichen Impuls. In den Workshops geht es anschließend um konkrete Fragen aus Unterricht und Schulleben: Wie lassen sich kontroverse Themen pädagogisch verantwortungsvoll bearbeiten? Wie gelingt interreligiöses Lernen? Wie können Dialogfähigkeit, Perspektivwechsel und demokratische Haltungen gefördert werden?
Neben fachlichen Impulsen stehen Austausch, Begegnung und die gemeinsame Suche nach praxistauglichen Ideen im Mittelpunkt.
Denn Friedensbildung beginnt nicht erst dort, wo Konflikte gelöst werden müssen. Sie beginnt dort, wo Menschen lernen, einander zuzuhören, Unterschiede auszuhalten, Widerspruch auszuhalten und miteinander im Gespräch zu bleiben.
